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Mit dem Elektroauto in den Sommerurlaub

Mit dem Elektroauto in den Sommerurlaub
 
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E-Mobilisten sind nicht nur im Alltag elektrisch unterwegs – die Urlaubszeit steht vor der Tür und sicher ziehen Sie auch eine Urlaubsreise mit dem E-Auto in Betracht. Eigentlich keine schlechte Idee, wenn man das derzeitige Chaos an den Flughäfen betrachtet. Doch die Reise mit dem E-Auto erfordert etwas Planung. Damit Sie einen Überblick bekommen, werfen wir einen Blick auf die Ladeinfrastruktur in beliebten europäischen Urlaubländern.  
Aber bevor wir in die Nachbarländer schauen, starten wir mit der Ladeinfrastruktur in Deutschland. Laut NOW gibt es aktuell rund 62.000 Ladepunkte an rund 30.000 öffentlichen Ladestationen (Stand Mai 2022). Rund jede Sechste ist eine Schnellladesäule (8.266 in Summe) laut der nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur. Auf der Karte der Bundesnetzagentur sieht man auch deutlich, dass die Ladeinfrastruktur in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen besonders gut ist – perfekt geeignet also für den ersten Ladestopp auf dem Weg in den Süden oder Westen Europas. Schon gesehen? Auf unserem Blog haben wir die schönsten Ladeparks in Deutschland mit vielen Zusatzangeboten vor Ort für Sie gesammelt.

Welcher Stecker im Ausland und was beachten?

In Europa hat sich mittlerweile der CCS-Ladestandard etabliert. Das Combined Charging System sorgt für einen hohen Stromdurchsatz, sodass das E-Auto in relativ kurzer Zeit mit bis zu 350 Kilowatt Gleichstrom geladen werden kann. Aber auch der Typ 2-Stecker ist in Europa für längere Ladepausen mit Wechselstrom bis zu 22 Kilowatt weit verbreitet. Somit müssen Sie sich also keine Sorgen machen, was den Stecker betrifft. Dafür lohnt sich ein Blick auf das Angebot Ihres Ladekartenanbieters. Schauen Sie sich genau die Zuschläge im Ausland an und überlegen Sie, ob der Strom nicht sogar günstiger ist, wenn Sie im Ausland Ad-hoc laden.

Europäische Urlaubsziele und deren Ladeinfrastruktur


Österreich

Vor allem im Winter, aber auch im Sommer lohnt sich ein Ausflug in die Berge und die tolle Natur Österreichs. Das öffentliche Ladenetz ist in Österreich vor allem im Hinblick auf die Größe des Landes mit rund 12.200 öffentlichen Ladepunkten gut ausgebaut laut Bundesministerium für Klimaschutz, umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (Stand April 2022). Das Schnellladenetz ist mit rund 1.900 Ladepunkten noch etwas mäßig ausgebaut, doch an den Autobahn-Raststätten gibt es die meisten Schnelllader. Österreichweit gibt es in Niederösterreich mit rund 3.000 Ladepunkten die meisten Möglichkeiten zum Aufladen des E-Autos laut Bundesministerium. Abseits der Autobahnen bieten auch viele Gastwirte und Restaurants das Aufladen für die Kunden an.

Italien

Wer träumt nicht von einer Reise ans Mittelmeer nach Italien? Vom Gardasee über die Toskana bis nach Kalabrien – hier finden Erholungssuchende nicht nur abwechslungsreiche Landschaften, sondern auch eindrucksvolle Städte und mediterranes Essen. Auch E-Auto-Fahrer werden fündig: Insgesamt gibt es in Italien laut ADAC rund 17.400 öffentliche Ladepunkte (Stand Juni 2022). Besonders der Brenner ist gut ausgestattet mit Schnellladesäulen – laut ADAC elf Raststätten mit 56 Ladesäulen. Gut zu wissen: Im Norden ist die Ladeinfrastruktur besser ausgebaut als im Süden des Landes. Falls Sie regelmäßig nach Italien fahren, könnte sich auch eine Registrierung bei dem italienischen Energie-Versorger Enel X lohnen. Dieser hat vor, das Schnellladenetz (DC) noch deutlich weiter auszubauen.

Niederlande

Nicht nur Meer und Natur, wohin das Auge reicht, sondern auch jede Menge Lademöglichkeiten. In den Niederlanden müssen E-Autofahrer nicht lange suchen, man könnte fast von einem öffentlichen Lade-Paradies sprechen: Insgesamt gibt es rund 100.000 öffentliche Ladepunkte laut der niederländischen E-Mobilitätsplattform Nederland elektrisch (Stand April 2022). Allerdings sind die meisten Ladestationen „nur“ Normallader – also AC-Ladestationen mit einer Ladeleistung bis 22 Kilowatt. Insgesamt gibt es rund 3.300 DC-Ladepunkte. Viele deutsche Ladeanbieter nehmen sogar in den Niederlanden keinen Zuschlag wie zum Beispiel MAINGAU Autostrom – hier tanken Sie also Strom für den gleichen Preis wie in Deutschland. Besonders empfehlenswert sind die Städte Amsterdam oder Den Haag, hier werden E-Autofahrer in jedem Fall fündig. Übrigens: Durch die flache Topografie in den Niederlanden reicht der Akku unter Umständen sogar länger als gewohnt.

Frankreich

Croissant, Baguette, Macarons, Crêpes, Wein, Käse und Ladesäulen – Frankreich ist einer der europäischen Vorreiter in Sachen Ladeinfrastruktur. An rund 13.000 Ladepunkten können Urlauber laut Französischer Regierung (Stand Juli 2022) das E-Auto auftanken. Besonders die Landeshauptstadt Paris und die Departements Hauts-de-Seine, Seine-et-Marne, Gironde sowie Finistère sind gut ausgestattet mit AC-Ladesäulen. Dagegen haben die ländlicheren Gegenden und das Landesinnere ein etwas schwächeres Ladenetz. Die Shell Recharge Karte und der Plugsurfing Pass sind in Frankreich am weitesten verbreitet laut Frankreich Webazine.

Dänemark

Ob Sie nur auf der Durchreise nach Schweden oder Norwegen sind oder einfach eine schöne Zeit in Dänemark mit Smørrebrød und viel Hygge verbringen wollen – ganz egal, denn E-Mobilisten finden die ein oder andere Ladesäule: Rund 5.000 Ladepunkte stehen in Dänemark bereit, um die E-Autos aufzuladen laut Deutsch-Dänischer Handelskammer (Stand Januar 2022). Alleine in Kopenhagen gibt es rund 1.000 Ladepunkte. Natürlich gibt es aber auch zahlreiche Ferienwohnungen, die mittlerweile Ladesäulen für Gäste anbieten. Allerdings ist die Anzahl der Schnelllader gering, daher lohnt sich für alle Durchreisenden eine Übernachtung mit Vollladung in Dänemark. Übrigens zahlen E-Autos in Dänemark auch weniger Maut.

Spanien

Im Gegensatz zu den Niederlanden war Spanien lange Zeit noch etwas nachlässiger, was den Aufbau eines flächendeckenden Ladenetzes angeht. Wobei eine deutliche Bewegung zu sehen ist: Seit die spanische Regierung ein neues Förderpaket zum Ausbau der E-Mobilitätsinfrastruktur beschlossen hat, können auch Urlauber stressfreier durch Spanien fahren und an rund 14.250 Ladepunkten Strom tanken laut Anfac (Asociación Española de Fabricantes de Automóviles y Camiones) (Stand März 2022). Barcelona sticht besonders hervor mit knapp 3.000 öffentlichen Ladepunkten für Elektroautos.

Belgien

Von belgischem Bier über Pommes und Schokolade bis hin zum Land der Comics und der besonderen Architektur – in Belgien können sich E-Mobilisten entspannt zurücklehnen und den Urlaub genießen. Während Sie zum Beispiel am Strand liegen oder durch Antwerpen schlendern, kann das E-Auto an rund 7.500 Ladesäulen laden laut Statista (Stand Oktober 2020).

Polen

Eine Reise nach Polen muss gut geplant sein: So groß das Land auch ist, so klein ist das Ladenetz mit rund 1.700 Ladesäulen laut GOV.PL (Stand November 2021). Was man aber positiv hervorheben muss: Der Anteil an Schnellladern ist im Verhältnis nicht schlecht mit knapp 510 Schnellladepunkten. Die beste Abdeckung mit E-Ladesäulen haben in Polen immerhin die Großstädte wie Warschau und auch an den Autobahnen kann man laden. Und es gibt besonders viele kostenfreie Lademöglichkeiten in den Großstädten.
Ein Hinweis: Die Anzahl der Ladepunkte wächst stetig, daher haben wir so aktuelle Zahlen wie möglich recherchiert. Teilweise gibt es für die öffentliche Ladeinfrastruktur im Land auch kein zentrales Register, weshalb nicht immer der aktuellste Stand gegeben werden kann.
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